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Osnabrücker Michael Schimmel ist „Der Helmprofi“

"Der Helmprofi" Michael Schimmel - Foto: Claudia Ix

Helme, wohin das Auge schaut. „In der Saison habe ich hier bis zu 800 Helme“, sagt Michael Schimmel. Der passionierte Motorradfahrer findet zu jedem Kopf den passenden Deckel. Nicht umsonst heißt sein Geschäft an der Pferdestraße 30 „Helmstudio Osnabrück. Der Helmprofi“.

Nach drei Jahren als Franchisenehmer von „Goto Helmstudio“ nutzte der heute 45-jährige Schimmel 2002 die Kontakte zur Szene und zu den Lieferanten, um unter anderem Namen sein eigener Herr zu werden. „Ich hatte mich da bei den Kunden etabliert“, erinnert er sich.  Von den ehemals  28 „Goto“-Franchisenehmern in ganz Deutschland  waren es nach der Einstellung von „Goto“ nur zwei, die sich auf eigene Füße stellten: in Leipzig und eben in Osnabrück.

Seit 2006 ist das „Helmstudio“  an der Pferdestraße, wo Schimmel mehr Platz hat. Nicht nur für die vielen Helme, sondern auch für Kleidung, Ersatzteile, Roller und den Service über Tüv-Abnahme bis hin zum Anhängerverleih. 450 Quadratmeter groß ist der Verkaufsraum, der für jeden Motorradfreak ein Traum ist.  Fachsimpeln inklusive.

Alles bestellen

Die Kunden wissen, dass sie beim „Helmstudio“ nicht nur die Standardware bekommen, sondern auch Größen oder Modelle, die nur wenige Händler vorrätig haben. „Und was ich nicht selbst habe, das kann ich bestellen. Auch wenn’s vielleicht nur ein Teil ist“, betont Schimmel.

Er bringt seine 30 Jahre Erfahrung als Motorradfahrer inklusive Rennen in sein Geschäft mit ein. Mit vielen Kunden duzt er sich, es hat sich über die Zeit ein Vertrauensverhältnis entwickelt. Man plaudert von Motorrad-Fan zu Motorrad-Fan, diskutiert, und Michael Schimmel kann perfekt auf die Bedürfnisse des Kunden eingehen. „Hier bedient der Chef selbst“, betont er.

Mitarbeiter gesucht

Allerdings kann der Chef nicht alles machen. Einen Angestellten hat Schimmel und würde sich über einen zweiten freuen. Das Problem: „Finden Sie mal Fachpersonal für diesen speziellen Bereich“, stöhnt er. Denn allein für die Beratung der Kunden in Sachen Helme muss man schon sehr in der Thematik drinstecken. Leidenschaft fürs Motorradfahren reicht nicht: Ein vielfältiges Wissen muss ebenfalls vorhanden sein.

Mundpropaganda

Gerade schaut ein Kunde aus dem knapp 90 Kilometer entfernten Twistringen vorbei. Er holt Ware ab, zeigt noch eben schnell seine speziellen Schuhe und verlässt den Laden mit den Worten: „Ich bin gut zufrieden.“ Genau das ist es, worauf Michael Schimmel setzt. „Viele meiner Kunden kommen von weiter weg. Ich kann  ihnen mehr bieten als ein Katalog, ich bin individueller als viele Geschäfte“, betont er. Die meisten Kunden kommen auf Empfehlung: „Für mich sind zufriedene Kunden extrem wichtig. Die Mundpropaganda bringt mir mehr als jede Werbung“, freut sich Schimmel.